Der schmale Grat zwischen Inspiration und Nachmachen

In letzter Zeit habe ich immer mehr fest gestellt, dass sich der Grat zwischen „sich inspirieren lassen“ und „etwas nachmachen“ nur ganz, ganz schmal hält. Da werden ganze Texte kopiert, Aktionen nur ein paar Stunden nach Veröffentlichung auch bei anderen gemacht und Bilder 1:1 kopiert. Und jedes Mal schießt es mir in den Kopf: „Leute, habt ihr keine eigenen Ideen?“ Ich möchte euch hierzu gerne ein paar Gedanken aufschreiben.

Grundsätzlich kann sich jeder ein bisschen geehrt fühlen, wenn ihm etwas nachgemacht wird. Das bedeutet, die eigenen Ideen gefallen anderen Menschen so sehr, dass sie sie selbst gerne umsetzen möchten. Auch die Umsetzung an sich ist kein Problem – solang derjenige noch den eigenen Stil oder eigene Worte einbringt. Und das geschieht häufig leider nicht.

Ich mache mir zu jedem Bild, jeder Aktion und jedem Text den ich irgendwo veröffentliche tausend Gedanken. Gehe die Dinge 10x durch bevor ich etwas poste, überlege mir passende und interessante Sätze und versetze mich in die Person hinein, die das Bild ansieht oder den Text liest. Oftmals ändere ich auch nach Veröffentlichung noch etwas ab, da es mir anders doch besser gefällt als davor. Ich gebe mir Mühe und investiere meine Zeit hinein – übrigens Arbeitszeit, denn ich muss zum Teil von der Fotografie leben.

Traurig ist es dann, wenn man dann seine eigenen Texte bei anderen sieht. Keine Sätze verändert, dasselbe Design, derselbe Hintergrund – es wurden nur E-Mail Adressen, Namen oder Konditionen verändert. Hey Leute, ich mache mir die Mühe und ihr macht es euch leicht? Nein. So geht das nicht. Das seid nicht ihr, das ist nicht euer Stil, nicht eure Idee. Ich bringe mich selbst, meine Erfahrung und meine Emotionen überall mit rein, wo ich etwas poste. Wollt ihr so unoriginell sein? Es dauert nicht sehr lang, bis andere das bemerken. Ich wurde auf manche Dinge nur aufmerksam, weil sie mir geschickt worden sind – und wenn das eine Person merkt, merken es auch andere.

Ihr dürft euch inspirieren. An Bildern und Texten, egal von wem. Aber bringt EUCH mit rein. Verinnerlicht den Text und schreibt ihn mit eigenen Worten wieder. Überlegt, wie ihr eine Bildidee in eurem Stil gestalten könnt. Und kopiert nicht einfach nur. Das macht euch viel origineller 🙂

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